Deutschsprachige Erstaufführung
DER LETZTE VORHANG

von Maria Goos

Deutsch von Rainer Kersten

GOLDENER VORHANG 2012

Den Publikumspreis des Berliner Theaterclubs erhält 2012
Suzanne von Borsody
für ihre Darstellung der Lies.
Wi
r gratulieren ihr sehr herzlich!


Richard ist der Inbegriff des Klischee-Schauspielers: er trinkt, spielt in der Kneipe den missverstanden Künstler, ist narzisstisch, größenwahnsinnig und er hat ein gewaltiges Problem: Niemand will mehr mit ihm arbeiten. Niemand bis auf Lies, die vor dreißig Jahren gemeinsam mit ihm an der Theaterschule ihren Abschluss gemacht hat und nun aus Südfrankreich, wo sie mit ihrem Mann – einem Gynäkologen – wohnt, zurückkehrt, um Richards aktuelle Theaterproduktion zu retten; zwei Kolleginnen sind bereits entnervt ausgestiegen.

Zwanzig Jahre lang haben die beiden intensiv zusammen gearbeitet und obwohl Lies die ganze Zeit über in Richard verliebt war, hatten sie nie mehr als nur eine kurze Affäre. Allerdings nahm im Laufe der Jahre Richards Alkoholkonsum immer mehr zu, was Lies schlussendlich veranlasste, die Zusammenarbeit zu beenden. Nun sind  Lies und Richard um die 50, haben sich gut zehn Jahre nicht gesehen und proben jetzt genau für das Stück, mit dem sie 30 Jahre zuvor ihre Ausbildung beendeten.  

Und natürlich probieren sie nicht nur. Die Theaterhandlung verbindet sich mit Szenen aus Gegenwart und Vergangenheit beider Leben. Bühne und Realität gehen dabei fließend ineinander über. Alte Liebe erblüht, alte Wunden reißen wieder auf. Richard und Lies sind sich plötzlich nicht mehr sicher, ob sie im Leben die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Hätte sich Lies vielleicht doch für Richard entscheiden sollen, statt nach Südfrankreich zu ziehen? Und Richard? Wäre seine Karriere anders verlaufen, wenn er für Lies sein Leben umgekrempelt hätte? Alles ist wieder möglich und so steht Lies zu guter Letzt erneut vor der Wahl: ein wildes Künstlerleben mit ihrer großen Liebe Richard – oder die mehr bürgerliche Existenz mit ihrem Ehemann. 



DER LETZTE VORHANG ist ein Stück über die Liebe und die Leidenschaft zum Theater. Und die Namen Richard und Lies im Stück sind nicht zufällig gewählt: Sie sind eine Anspielung auf Richard Burton und Elizabeth Taylor, die sowohl auf der Bühne als auch im Film die Hauptrollen in Wer hat Angst vor Virginia Woolf? spielten und deren Leben ebenfalls große Parallelen zu ihren Bühnenrollen aufwies. 

Mit DER LETZTE VORHANG findet - nach dem großen Erfolg von „Alte Freunde (Cloaca)“ in der Spielzeit 2005 / 2006 - nun abermals die deutschsprachige Erstaufführung eines Stücks von Maria Goos, eine der bedeutendsten Gegenwartsautorinnen der Niederlande, am Renaissance-Theater Berlin statt.

"Ein wunderbares Theaterfest zwischen Übermut, Wehmut, Nostalgie und Euphorie."

Irene Bazinger, Berliner Zeitung

Tolles Stück!

Martina Kaden, B.Z.

Die Veröffentlichung ausführlicher Kritiken über die Aufführungen wird von Seiten der Zeitungsverlage nicht mehr stillschweigend geduldet und ist honorarpflichtig.

 Für die freundliche Unterstützung danken wir:

  

                 

mit
Suzanne von Borsody, Guntbert Warns
Regie Antoine Uitdehaag
Bühne und Kostüme Tom Schenk

Spieldauer ca. 2 Stunden, inkl. Pause

GÄSTEBUCH
(c) Barbara Braun / drama-berlin.de

(c) Barbara Braun / drama-berlin.de

(c) Barbara Braun / drama-berlin.de

(c) Barbara Braun / drama-berlin.de

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