Uraufführung
ENTARTETE KUNST

Der Fall Cornelius Gurlitt

von Ronald Harwood

Deutsch von Max Faber

Über die Uraufführung von ENTARTETE KUNST - Der Fall Cornelius Gurlitt
berichteten das rbb Kulturmagazin STILBRUCH und die 3Sat KULTURZEIT .
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Am 8. Oktober 2015 war Udo Samel Gast in der rbb-Sendung ZiBB.
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Cornelius Gurlitt
- ein bescheidener, älterer Herr - fällt bei der Einreise von der Schweiz nach Deutschland dem bayerischen Zoll auf. Die Beamten wundern sich, dass dieser unauffällige Mann knapp 10.000 € an Bargeld mit sich führt. Nämlich genau die Summe, die man ohne Anmeldepflicht beim Zoll, transportieren darf. Routinemäßige Ermittlungen der Staatsanwaltschaft fördern Erstaunliches zutage. Der Mann ist nie einer geregelten Arbeit nachgegangen, bezieht keine Rente, hat keinerlei Einkünfte, kein Bankkonto und hat auch noch nie in seinem Leben Steuern bezahlt. Wovon lebt dieser Mann, der in München eine teure Luxuswohnung in bevorzugter Gegend bewohnt?

Und damit nicht genug: Er besitzt eine riesige Sammlung moderner Kunst. Der geschätzte Wert mindestens eine Milliarde Euro - bis dato genau so unsichtbar und nicht existierend wie ihr Besitzer. Von einem Milliardenschatz ist schnell die Rede. Nachdem das Magazin FOCUS im Herbst 2013 die Geschichte aufgedeckt hatte, geht es aber sehr schnell um viel mehr, als "nur" um Bilder von z. B. Liebermann, Cézanne, Monet, Picasso, Renoir, Kirchner, Klee, Munch, Nolde. Es geht um Raubkunst, denn Hildebrandt Gurlitt, Cornelius Gurlitts Vater, arbeitete als Kunsthändler für die Nazis. Trotz seiner jüdischen Herkunft war es sein Auftrag, die aus deutschen Museen beschlagnahmte "Entartete Kunst" ins Ausland zu  verkaufen. Und ganz nebenher hat er auch Bilder für seine eigene Sammlung erworben. Mit diesen vom Vater 1956 geerbten Bildern verbarrikadierte sich Cornelius Gurlitt in seiner Wohnung. "Mehr als meine Bilder habe ich nichts geliebt in meinem Leben", sagte er in seinem einzigen Interview, kurz bevor er im Mai 2014 starb. Das Theaterstück von Ronald Harwood erzählt uns seine Geschichte und es ist keine Dokumentation, wie der Autor ausdrücklich betont.
 
Ronald Harwood wurde 1934 in Kapstadt geboren. Mit 17 Jahren kam er nach London. Dort besuchte er die Royal Academy of Dramatic Art und wurde bald Mitglied der Royal Shakespeare Company. Zu seinen erfolgreichsten Theaterstücken zählen DER FALL FURTWÄNGLER, KOLLABORATION und DER GARDEROBIER, das auch verfilmt wurde. Neben seinen Theaterstücken ist Harwood besonders als Drehbuchautor bekannt. Der berühmteste Film nach seinem Drehbuch ist DER PIANIST (Regie: Roman Polanski). Hollywood ehrte Harwood für diese Arbeit 2003 mit einem Oscar. 2005 schrieb er, wieder für Polanski, das Drehbuch zu dessen Verfilmung von OLIVER TWIST. Aus dem Jahr 2007 stammt sein Drehbuch zu dem Film DIE LIEBE IN ZEITEN DER CHOLERA. Gemeinsam mit Baz Luhrmann überarbeitete er das Buch zu dessen Epos AUSTRALIA, das 2008 in die Kinos kam.

"Ein furioser Udo Samel als Gurlitt in Berlin." Nada Weigelt, dpa

"Regisseur Torsten Fischer setzt das neue Stück von Ronald Harwood
mit sicherer Hand in Szene."
Patrick Wildermann, Der Tagesspiegel

"Jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit ... Man weiß nicht recht, ob man diesen
 Gurlitt verachten oder bemitleiden soll. Samel zeigt ihn als selbstgerechten
 Geschichtsrevisionisten. Er zeigt ihn aber auch als alten Mann, dem vom Leben nichts
 geblieben ist als geschönte Erinnerungen und seine Bilder -
untrennbar verstrickt."
 Tatjana Kerschbaumer, Münchner Merkur

Die Veröffentlichung ausführlicher Kritiken über die Aufführungen wird von Seiten der Zeitungsverlage nicht mehr stillschweigend geduldet und ist honorarpflichtig.


Für die freundliche Unterstützung danken wir:
  
 
                  

mit
Udo Samel, Boris Aljinović, Anika Mauer, Ralph Morgenstern
Regie Torsten Fischer
Ausstattung Herbert Schäfer, Vasilis Triantafillopoulos

Spieldauer ca. 2 Stunden, inkl. Pause

GÄSTEBUCH
Foto: Barbara Braun / drama-berlin.de

Foto: Barbara Braun / drama-berlin.de

Foto: Barbara Braun / drama-berlin.de

Foto: Barbara Braun / drama-berlin.de

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