BRUNO TAUT FORUM: "100 Jahre Gläserne Kette"

Bruno Taut hat in Berlin ein Werk von Weltgeltung hinterlassen: vier seiner Wohnsiedlungen zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO. Gleichwohl agierte Bruno Taut weit über das Feld der Architektur und Stadtplanung hinaus; seine Talente hat er auf komplexe Weise als Maler, Zeichner, Bühnenbildner sowie als Schriftsteller, Utopist und Pazifist engagiert und am Gemeinwohl orientiert ausgedrückt und ausgelebt. Das Bruno Taut Forum möchte an den großen Weltbaumeister und Weltverbesserer erinnern und sein Werk gegenwartsbezogen hinterfragen, in dem sich Intellekt,Künstlertum und Sinnlichkeit so trefflich widerspiegeln.

„Wir sind keine Künstlergruppe. ‚Bauen‘ steht über jedem Künstlertum. […] Nur die große Heiterkeit wird siegen. Tanzen und Bauen!“ Mit diesen Worten gründete Bruno Taut im November 1919 einen der berühmtesten Briefzirkel für Architekten und Künstlern des letzten Jahrhunderts: Die Gläserne Kette. Geistig geboren aus der Novemberrevolution 1918, diente sie dem Austausch utopischer Visionen unter derArchitektur- und Kunstavantgarde.

Die Gruppe der »Gläsernen Kette« zeigte durch die unterschiedlichen Positionen die Widersprüche und Stärken der Avantgarde der Architektur am Anfang des 20. Jahrhunderts auf. „Seien wir mit Bewusstsein imaginäre Architekten!“, heißt es in Bruno Tauts Aufruf, dem fulminantem Auftakt zum freien Spiel der Imagination.

„Die „Gläserne Kette“ ist ein Dokument des Aufbruchs der Architektur am Anfang unseres Jahrhunderts zu neuen Möglichkeiten und weiter noch zu den äußersten Grenzen architektonischen Wollens. Dorthin wo der Verstand nichts mehr ausrichten kann und die Dimensionen des Denkens und Handelns ausschließlich von der Phantasie bestimmt sind. Die Aufzeichnungen der „Gläsernen Kette“ sind mehr als ein Dokument – sie sind eine Architektur-Poesie.“ Oswald Matthias Ungers

Grußwort: Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa
Lesung aus dem Briefwechsel „Die gläserne Kette“: Jenny Schily und Hanns Zischler
Diskussion - „Was bleibt?“: Winfried Brenne, Architekt, Bruno Taut Forum; Matthias Sauerbruch, Architekt, Akademie der Künste Berlin; Jenny Schily, Urenkelin von Bruno Taut; Manfred Speidel, Bruno-Taut-Biograf; Ines Weizman, Architekturtheoretikerin, Bauhaus Universität Weimar

Eine Veranstaltung des Deutschen Werkbund Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Renaissance-Theater Berlin.

Kartenpreis: 16€





Spieldauer ca. 2 Stunden

GÄSTEBUCH
c: Christine Fenzl (J. Schily)

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