| Eigentlich führt Harald Dietl seit langem zwei Leben: Er
steht sowohl in humorigen wie ernsten Rollen in vier Kontinenten auf der Bühne.
Außerdem trat er in über einhundert Hauptrollen im Fernsehen auf, ehe er
dreizehn Jahre lang in „Die Männer vom K3“ als Kriminalbeamter Kalle Feldmann
noch populärer wurde. Daneben ist er seit langem Autor und Weltreisender:
Bereits 1958 tourte er mit einem deutschsprachigen Wandertheater durch den
südamerikanischen Kontinent sowie 1972/73 mit dem Goethe-Institut durch Asien,
Australien, Nord-Amerika und Europa. Reportagen für die Tagespresse,
Illustrierte, das Fernsehen und den Hörfunk führten ihn hauptsächlich hinter
den 'Eisernen Bambusvorhang': Mehrmals nach Burma, China (u. a. während der
'Kulturrevolution') und die UDSSR (Sibirien, alte Seidenstraße), aber auch in
die Mongolische Volksrepublik, nach Kuba, Albanien, Brasilien, Vietnam oder mit
wechselnden, einheimischen Bussen von Kalkutta bis Istanbul. Wenn ihm seine
vielen Verpflichtungen genügend Zeit lassen, verarbeitet er seine
Reiseerlebnisse und exotischen Ortskenntnisse zu spannenden Abenteuerromanen. Nach
„Der Krieg entläßt seine Kinder“ ist „Der Lord von Kenia“ sein zweiter Roman.Seine erste Hauptrolle für das noch junge Fernsehen war 1957
ein Bergmann in dem Drama „Grenzfall Bacall“, das aus politischen Gründen
niemals ausgestrahlt wurde. Allerdings tat dies seiner Fernsehkarriere keinen
Abbruch und so arbeitete er mit allen großen TV-Regisseuren wie z.B. Fritz
Umgelter, Kurt Wilhelm, Wolfgang Staudte, Paul Verhoeven, Theo Mezger, Hartmut
Griesmayer oder Günter Graewert und schrieb TV-Geschichte. Im Kino spielte er 1956 als der Müllerbursche in „Tischlein
deck dich“ seine erste, 1997 seine (vorläufig) letzte Rolle als der
Müllermeister in „Hans im Glück“. In der Zwischenzeit wirkte er in fünf
Hollywoodfilmen, einer großen internationalen italienischen Produktion sowie in
21 deutschen Filmen mit. Auch auf der Theaterbühne ist Harald Dietl ein gern
gesehener Gast. Ob ernste oder lustige Rollen, sein Repertoire reicht von
Shakespeare bis Hauptmann, von Benfield bis Shaw. Am Renaissance-Theater Berlin
spielte er in Gérald Sibleyras’ „Wind in den Pappeln“ (Regie: Torsten Fischer),
das im Oktober 2007 Premiere feierte. In seiner freien Zeit ist Helmut Dietl begeisterter Golf-
und Bridgespieler.(Stand: Oktober 2007) |