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Hansa Czypionka
Hansa Czypionka wuchs „überwiegend“ in Bochum auf. Ihm wurde die besondere Ehre zuteil, dass das dortige Gymnasium am Ostring, das er zur gleichen Zeit wie Herbert Grönemeyer und Claude-Oliver Rudolph besuchte, seit Jahren an schauspielerisch begabte Schüler den Schauspielpreis „Hansa“ vergibt: eine Oscar-Statue auf einer Dose Pils gleichen Namens.

Bereits als Jugendlicher trat er am Bochumer Schauspielhaus bei Peter Zadek und Werner Schroeter auf. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Steinbildhauer erwarb er an der renommierten Folkwang Hochschule Essen sein Schauspieldiplom. Claus Peymann engagierte ihn für sein „Bochumer Ensemble“ und in der Folge an das Wiener Burgtheater.

Einem breiteren Publikum wurde er durch die Rolle des Max Kruska in dem legendären vierteiligen ARD-Bergarbeiter-Epos ROTE ERDE II bekannt.

1990 gab Hansa Czypionka in Dominik Grafs SPIELER sein Kinodebüt.

Zu den Highlights seiner Karriere gehören die Verkörperung des Kemal Kayankaya in HAPPY BIRTHDAY, TÜRKE  von Doris Dörrie, für die er mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Civis-Preis ausgezeichnet wurde und seine Mitwirkung im Oscar-nominierten Gehörlosen-Drama JENSEITS DER STILLE von Caroline Link.

Seitdem hat Hansa Czypionka in unzähligen Kino- und Fernsehproduktionen (u. a. Peter Sehrs KASPAR HAUSER und Dominik Grafs Kult-Genre-Film DIE SIEGER) immer wieder seine Vielseitigkeit und enorme Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. 2008 spielte er in dem Kinofilm IM WINTER EIN JAHR von Oscarpreisträgerin Caroline Link seine Eigenkomposition „Je te remercie“.

Sein Sonntagsprojekt „General Cluster“: sensibles Durcheinanderspielen für eingeladene Instrumentalisten – ist in Berlin seit vielen Jahren eine feste Institution. Neben vielfältigen Tätigkeiten für die Leinwand und auf der Bühne sind musikalisch-literarische Programme mit dem Ausnahme-Gitarristen Claus Boesser-Ferrari und dem japanischen Kontrabassisten Masataka Koduka seine Herzensprojekte. Und mittlerweile haut er auch wieder Steine.

(Stand: Dezember 2019)

Aufführungen:
EXTRAWURST
DER SOHN
Foto: Jim Rakete

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