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Ralf Schermuly
Ralf Schermuly wurde in Gelsenkirchen geboren und studierte Schauspiel an der Folkwang Hochschule in Essen. In dieser Zeit spielte er bereits seine erste Rolle im Fernsehspiel „Drei Jungen, ein Mädchen“.
Sein erstes Engagement erhielt Ralf Schermuly an den Wuppertaler Bühnen bei Grischa Barfuss. Dort spielte er u. a. in Wilders „Unsere kleine Stadt“ die Rolle des George mit Christine Ostermayer als Emily.
1964 engagierte ihn Boleslaw Barlog ans Schillertheater Berlin, wo er u. a. als Leon in Grillparzers „Weh' dem, der lügt§ und als Marchbanks in „Candida“ von George Bernard Shaw zu sehen war.
Boy Gobert holte ihn 1969 an das Thalia Theater Hamburg, wo er an der Seite von Peter Striebeck „Warten auf Godot“ und die Titelrolle in „Der Idiot“ spielte. Er gab Gastspiele am Burgtheater Wien u.a. als Partner von Paula Wessely in Ibsens „Gespenster“ (Regie: August Everding).
 
Seit 1975 ist Ralf Schermuly freiberuflich tätig. Es folgten die Rolle des Robert Hand in Joyces „Verbannte“ (Regie: Hans Neuenfels) an der Freien Volksbühne Berlin, die Titelrolle in „Faust“ bei den Festspielen Bad Hersfeld (Regie: Harry Buckwitz) und „Bent“ (Regie: Hans Gratzer) am Schillertheater Berlin an der Seite von Matthias Habich, das en suite ungefähr achtzig Aufführungen erlebte.
 
Unter der Intendanz von Peter Striebeck führte Ralf Schermuly am Thalia Theater seine erste Regie. Er erarbeitete die Einakter „Die Audienz“ und „Vernissage“  von Václav Havel.
 
Mit Ibsens „Gespenster“ an der Seite von Antje Weisgerber, Hauptmanns „Einsame Menschen“, als Othello und mit Kleists „Amphitryon“, bei dem er auch Regie führte, ging er auf Tournee.
Von 1999 bis 2004 spielte Ralf Schermuly den Narren in Aribert Reimanns Oper „Lear“ an der Sächsischen Staatsoper Dresden (Semperoper).
 
Außerdem arbeitete er immer wieder für Fernsehproduktionen. So drehte er z. B. sechs Folgen von „Der Kommissar“, zwölf Folgen „Derrick“, dann „Der Alte“, „Mann ohne Schatten“, „Traumschiff“, „Rosa Roth“, „Bella Block – Liebestod“ (Regie: Max Färberböck) und „Unser Lehrer Dr. Specht“.
In dem Sechsteiler von Dieter Wedel „Der Mann, der keine Autos mochte“ spielte er die Hauptrolle, in der Literaturverfilmung „Liebe, Tod und Leidenschaft“ die Rolle Gottfried Benns.
Zuletzt drehte Ralf Schermuly eine Episodenrolle für „Sperling“.
 
Seit 2004 spielt Ralf Schermuly die Rolle des Midge in „Ich bin nicht Rappaport“ u. a. in Frankfurt und Hamburg und auf großer Deutschland-Tournee. Den Vorstellungen am Renaissance-Theater Berlin 2005 schloß sich eine weitere Tournee an.
 
(Stand: Juni 2005)

Aufführungen:
ICH BIN NICHT RAPPAPORT
© Porträt

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