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Oliver Bukowski
Oliver Bukowski wurde 1961 in Cottbus geboren. Von 1985 bis 1990 studierte er Philosophie und erhielt anschließend ein Promotionsstipendium an der Humboldt-Universität Berlin.
Erste Schreibversuche wurden von Jörg Mihan, Dramaturg am Berliner Ensemble, gefördert. 1991 brach Bukowski sein Forschungsstudium ab und ist seither als freischaffender Autor tätig. Die Farce „Inszenierung eines Kusses“ (Uraufführung 1992, Hans-Otto-Theater, Potsdam) wurde 1992 für den 1. Preis der Wiener Theaterautoren-Werkstatt nominiert, er selbst als Bester Nachwuchskünstler der Spielzeit in den Jahrbüchern Theater heute 1992 und 1993.
1994 folgte ein mehrmonatiges Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf und die Auszeichnung mit dem Gerhart Hauptmann-Preis. 1996 erhielt Bukowski erneut ein Aufenthaltsstipendium, dieses Mal im Atelierhaus Worpswede, den Deutschen Jugendtheaterpreis für das Stück „Ob so oder so“ (Uraufführung 1994, Hans-Otto-Theater, Potsdam) sowie den Gerhart-Hauptmann-Preis.
Bukowskis Stücke sind Alltagsbeobachtungen; sie porträtieren Outcasts, Paare und Kleinbürger der Nachwendezeit. Die psychologisch-analytischen Schilderungen der Zweck- und Ziellosigkeit ihres Daseins entwerfen eine Art nach-sozialistische Gesellschaftskritik mit provinziellem Personal aus dem Osten Deutschlands. In einem Gespräch apostrophierte Bukowski seine Stücke als intelligente Unterhaltung, was angesichts der mitunter schockierenden Szenarien nur die halbe Wahrheit trifft. Nach den Elegien der Larmoyanz und der Selbstzerfleischung der DDR hat sich mit Bukowski die nächste Generation der aktuellen Schizophrenien seiner Landsleute angenommen (Franz Wille, in: Theater heute, 9/1996).
Weitere Stücke Bukowskis sind „Londn – L.Ä. – Lübbenau“ (1992), „Bist Denver“ (1995), „Goodbye Lucy Hello Lucy“ (1996) und „Lakoma“ (1996). Für „Gäste“ erhielt er 1999 den mit 20.000 Mark dotierten Mühlheimer Dramatikerpreis.
Sein Stück „Nichts Schöneres“ mit Désirée Nick wurde 2002 am Renaissance-Theater Berlin aufgeführt.
 
(Stand: April 2002)
 
 

Aufführungen:
NICHTS SCHÖNERES
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