Imogen Kogge
Imogen Kogge studierte in ihrer Heimatstadt Berlin an der Hochschule der Künste. Nach ihrer Ausbildung wurde sie 1980 an das Schauspielhaus Hamburg engagiert und war dort vier Jahre lang festes Ensemblemitglied. Dort arbeitete sie u. a. mit Augusto Fernandes, Christof Nel, und Jérôme Savary. Claus Peymann holte sie 1984 an das Schauspielhaus Bochum, wo sie eine Spielzeit lang festes Ensemblemitglied war. Im Jahr darauf wechselte Imogen Kogge an die Berliner Schaubühne am Lehniner Platz. Dort blieb sie bis 1997 fest im Ensemble und arbeitete mit den Regisseuren Peter Stein, Andrea Breth, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy und vielen weiteren. Sie spielte dabei in etlichen Produktionen, u. a. in Tschechows DREI SCHWESTERN und Racines PHÄDRA (Regie jeweils Peter Stein), sowie in Labiches/ Monniers/ Martins DIE AFFÄRE RUE DE LOURCIN (Regie: Klaus Michael Grüber). Mit Klaus Michael Grüber arbeitete sie für Kleists AMPHYTRION zusammen, für Schnitzlers DER EINSAME WEG und Ibsens HEDDA GABLER mit Andrea Breth. 1998 spielte Imogen Kogge bei den Salzburger Festspielen unter der Regie von Robert Wilson in Büchners DANTONS TOD, es folgten in den kommenden Jahren u. a. 1999 Sartres GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT am Schauspielhaus Zürich (Regie: Werner Düggelin) und 2000 Musils DIE SCHWÄRMER im Staatstheater Stuttgart (Regie: Elmar Goerden). 2009 sah man sie wieder im Schauspielhaus Zürich, als sie in Camus DIE GROSSFÜRSTIN unter der Regie von Werner Düggelin spielte. Von 2005 bis 2010 war sie zudem als festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum engagiert. 2007 wurde ihr für ihre schauspielerische Leistung der Bochumer Theaterpreis verliehen. Seit dem Jahr 2011 steht sie regelmäßig im Düsseldorfer Schauspielhaus auf der Bühne. Sie spielte dort u. a. 2011 die Getrud in Steffan Valdemars Holms Inszenierung von Shakespeares HAMLET. Im selben Jahr war sie die Katerina Wjatscheslawowna Felsen in Babels MARIJA (Regie: Andrea Breth), 2012 die Matrjona in Tolstois MACHT DER FINSTERNIS (Regie: Sebastian Baumgarten), Marthe Rull in Kleists DER ZERBROCHENE KRUG (Regie: Dušan David Pařízek) und zuletzt die Rössl Wirtin in Benatzkys Operette IM WEISSEN RÖSSL (Regie: Christian Weise).

Zu ihren zahlreichen Kino-Produktionen zählen u.a. NACHTGESTALTEN
(Regie: Andreas Dresen), der auf der Berlinale 1999 lief, sowie BARFUSS
(Regie: Til Schweiger) und REQUIEM (Regie: Hans-Christian Schmid), die beide im Jahr 2006 auf der Berlinale zu sehen waren. 2011 zeigte man dort außerdem WER WENN NICHT WIR, in dem sie unter der Regie von Andres Veiel mitwirkte. Zuletzt drehte sie u. a. PHOENIX unter der Regie von Christian Petzold. Von 2001 bis 2010 spielte Imogen Kogge die Kommissarin Johanna Herz im POLIZEIRUF 110. Für ihre darstellerische Leistung in dem Fernsehfilm SCHANDE (Regie: Claudia Prietzel) wurde sie 1999 mit dem Sonderpreis der Deutschen Akademie für Darstellende Künste ausgezeichnet. Des Weiteren erhielt Imogen Kogge 2006 den Deutschen Filmpreis sowie den Adolf Grimme Preis.

(Stand: Oktober 2014)

Aufführungen:
DREI MAL LEBEN
DAS ATELIER
EIN STÜCK VOM HIMMEL - Ein Liederabend von Dietmar Loeffler und Ulrich Waller
DAS ATELIER -Gastspiel des RT-
BLÜTENTRÄUME
ICH BIN WIE IHR, ICH LIEBE ÄPFEL
DREI FRAUEN AUS DEUTSCHLAND
Foto: Birgit Hupfeld
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