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Ralf Wolter
In der vorletzten Spielzeit gastierte Ralf Wolter schon einmal im Renaissance-Theater. In der Erfolgskomödie „Der nackte Wahnsinn“ spielte er den Tourneetheater-Veteranen Selsdon Mowbray, der einen Einbrecher spielt. Das Publikum raste, die Kritik applaudierte.
Damals beschrieb Ralf Wolter für uns sein „Leben in wenigen Sätzen“:
„Dem Vernehmen nach geboren im Kohlrübenjahr 1926. Artistenkind! Eltern in der Zirkuskuppel, zunächst also ratlos. Trotz allem: Schauspielakademie „Der Kreis“, Berlin, mit anschließendem Theatergastspiel in Potsdams schönem, (alten) „Neuen Palais“. Irritiert schwebte der Geist Friedrichs II. über den ersten Proben. Fataler Hang zum Schreiben, Komponieren, Sinnieren führte zwangsläufig zum Kabarett: „Die Dachluke“, Peter Ahrweilers „Rendez-vous“ in Hamburg, endlich zu Werner Finks „Mausefalle“. Noch immer dankbar für diese Lehr- und Wanderjahre.
Wechsel, überfällig: Theater an der „Komödie“ in Berlin. Parallel dazu spät abends im Kabarett „Rauchfang“, Hardenbergstraße, noch ein kleines Zubrot verdient.
Viele, sehr viele, zu viele Filme. Sam Hawkens und Hadschi Halef lassen grüßen. „Wir Wunderkinder“, „Die Heiden von Kummerow“, „Schatz im Silbersee“, „One-Two-Three“ mocht‘ ich am liebsten. TV in jeder denkbaren Form: Solo, als Single, mit eigenen, mit fremden Texten, eigner oder fremder Musik. Life. In Serie. In Stückrollen als Opfer, als Mörder sowie in diversen, nicht selten komischen Schattierungen zwischen diesen Extremen. Nach der schönen Musicalrolle in „Anything goes“ (Theater des Westens) auch noch dieses kleine Geschenk an mich selbst: Soloabend „Tinte mit Sahnehäubchen“ („Wühlmäuse“, Berlin). Auswahl der Spiel- und Lesestückchen, die ich am liebsten mag.“
Wir freuen uns, daß Ralf Wolter wieder im Renaissance-Theater spielt – den Reverend Dr. Chasuble in Wildes „Bunbury“.
 
(Stand: Januar 1998)

Aufführungen:
DER VERRÜCKTE SALON
BUNBURY oder WIE WICHTIG ES IST, ERNST ZU SEIN
BUNBURY oder WIE WICHTIG ES IST, ERNST ZU SEIN -Gastspiel des RT-

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