Suzanne von Borsody
Daß eines der ehrgeizigsten und anspruchsvollsten Projekte des deutschen Fernsehens, die 2000 ausgestrahlte Verfilmung von Uwe Johnsons großem Roman "Jahrestage", als TV-Wunder gefeiert wurde, hatte viel mit der Schauspielerin zu tun, die die Frau im Mittelpunkt der Geschichte, Gesine, verkörpert. Für ihren Debüt-Film, Axel Cortis "Das Glück und das andere" war sie gleich mit dem "Chaplinschuh" ausgezeichnet worden. Bereits 1979 erhielt sie für die Titelrolle in "Beate S." die Goldene Kamera. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen, so auch der Deutsche Darstellerpreis (Nachwuchs) 1982, der Grimme-Preis 1982, der Deutscher Fernsehpreis 1999 und die Goldene Kamera 2001.
Suzanne von Borsody macht durch faszinierend intensive Rollengestaltungen jenseits der üblichen Fernsehkost auf sich aufmerksam. Man denke nur an ihre ausdrucksstarke Darstellung einer Trinkerin in "Dunkle Tage", ihrer ersten Arbeit mit der "Jahrestage"-Regisseurin Margarethe von Trotta. Zu ihren jüngsten TV-Projekten zählen "Sprich mit mir" (2007, Regie: Johannes Fabrick), "Schicksalstage in Bangkok" (2009, Regie: Hartmut Griesmayr) sowie "Entführt!" (2009, Regie: Matti Geschonneck). 2009 übernahm sie ferner eine Rolle neben Heino Ferch in dem Kinderfilm "Hanni und Nanni" nach der gleichnamigen Romanserie von Enid Blyton.

Gemeinsam mit ihrer Mutter, Rosemarie Fendel, war sie im mehrfach ausgezeichneten Film "Mensch Mutter" (2003, Regie: F. Gärtner), in "Das zweite Leben" (2007, Regie: F. Gärtner) und in Komödien wie "Wie buchstabiert man Liebe?" (2001, Regie: C. Hartmann) und "Liebe hat Vorfahrt" (2004, Regie: D. Klein) im Fernsehen zu sehen.

Dreizehn Jahre lang spielte die Tochter berühmter Schauspielereltern außerdem Theater - in Bremen, Düsseldorf, Zürich, bei den Salzburger Festspielen und von 1987 bis zur Schließung des Schillertheaters in Berlin.Ihr Debüt war 1980 die Lucille in "Dantons Tod" von Georg Büchner am Schauspielhaus Frankfurt, inszeniert von Johannes Schaaf, dem für sie wichtigsten Regisseur. Im Schillertheater spielte sie u.a. die Lady Milford in Schillers "Kabale und Liebe" (Regie: Frank Arnold), die Tatjana in Gorkis "Die Kleinbürger" (Regie: Harald Clemen), Lady de Winter in Jérôme Savarys Dumas-Adaption der "Musketiere"; in Tschechows "Die Möwe" (Regie: J. Schaaf) verlieh sie der Überlebensdisziplin der unglücklichen Mascha überzeugend Gestalt. Gemeinsam mit Thomas Schendel spielte sie am Schauspielhaus Bremen in "Minna von Barnhelm" und in "Die Möwe" am Schillertheater Berlin. Zuletzt war sie im Januar 2009 am Ernst Deutsch Theater Hamburg in Francis C. Winters "Spurensuche" (Regie: Claudia Prietzel/ Peter Henning) neben Ulrike Folkerts auf der Bühne zu erleben.

Am Renaissance-Theater spielte sie erstmals in der deutschen Erstaufführung von Yasmina Rezas "Drei Mal Leben" (Regie: Felix Prader) und kehrte im Dezember 2006 kehrte sie in der deutschsprachigen Erstaufführung "Verdammt lange her (Donkeys' Years)" von Michael Frayn an unser Haus zurück.

(Stand: November 2009)

Aufführungen:
VERDAMMT LANGE HER (Donkeys
DREI MAL LEBEN
VERDAMMT LANGE HER (Donkeys' Years) -Gastspiel des RT-
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