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Deutsche Erstaufführung
GEISTER IN PRINCETON

von Daniel Kehlmann


GEISTER IN PRINCETON in der 3 Sat "Kulturzeit" am 09. Januar 2012



Nach dem Mega-Erfolg von „Die Vermessung der Welt“ und seiner bemerkenswerten Rede  über das deutsche Regietheater zum Auftakt der Salzburger  Festspiele 2009 – sucht Bestseller-Autor Daniel Kehlmann mit „Geister in Princeton“ nun die nächste Herausforderung: sein Debut als Dramatiker.

Das Stück über das Leben des Mathematikers Kurt Gödel fordert den Zuseher, und doch bedarf es keines Doktorats in Philosophie und Logik, um es zu verstehen. Im Gegenteil: man fühlt sich fast wie zu Hause im „Wiener Kreis“, oder wenn sich Gödel etwa mit Einstein ein intellektuelles Ping-Pong über seine Einbürgerung in Amerika liefert. Dafür sorgt Kehlmanns klare Dramaturgie, die vielschichtigen Profile seiner Figuren und - sein Humor. Die Emigration des berühmten Logikers, sowohl die äußere in ein anderes Land als auch die innere, in seine Geisterwelt, ist zutiefst berührend. Doch trotz der Tragik der Geschichte rund um den Verfolgungswahn Gödels, der sich aus Angst vor Vergiftung zu Tode hungert, gerät das Stück auch zur Komödie. Kehlmann blickt verschmitzt hinter die klugen Köpfe und legt ihre kleinen Eitelkeiten und großen Ängste offen. So kommen einem die gescheiten Herren mit ihren ganz normalen Schwächen und großen Ängsten doch irgendwie bekannt vor.

„Zeit ist wie ein Zugfahrplan. Die Ereignisse sind die Stationen, an denen er hält. Aber egal wo du bist, die anderen Stationen gibt es noch. Sie verschwinden nicht. Und der Zug fährt im Kreis. Jeder Moment ist für immer,“ postuliert Kurt Gödel und setzt damit ein raffiniertes Spiel aus Realität und Fiktion in Gang. Das Stück beginnt mit Gödels Beerdigung und endet mit den letzten Tagen vor seinem Tod.

Daniel Kehlmann schrieb „Geister in Princeton“ im Auftrag der Salzburger Festspiele, die es, unmittelbar nach der Fertigstellung, am 1. August 2011 in einer szenischen Lesung in der Einrichtung von Christopher Hampton vorstellten. Die Uraufführung erfolgte am 24. September 2011 am Schauspielhaus Graz. 

Für die freundliche Unterstützung danken wir:


 


Exklusiver Fernsehpartner:

 

 



mit
Boris Aljinović, Heikko Deutschmann, Gerd Wameling, Michael Rastl, Katja Bellinghausen, Fang Yu, Benno Lehmann, Nikolaus Okonkwo, Philipp Alfons Heitmann, Dimosthenis Papadopoulos, Victor Schefé / Max Gertsch, Horst Schultheis / Laszló I. Kish / Uwe Dreves
Regie Torsten Fischer
Bühne Vasilis Triantafillopoulos
Kostüme Bettina Gawronsky

Spieldauer ca. 1 Stunde und 30 Minuten, keine Pause

Kritik Bislang veröffentlichten wir an dieser Stelle Kritiken über die Aufführung. Leider wird dieser Service von Seiten der Zeitungsverlage nicht mehr stillschweigend geduldet. Daher können wir Ihnen erst nach eindeutiger Klärung, in welcher Weise die Vergütung bei der Wiedergabe von Rezensionen zu erfolgen hat, diese Information wieder anbieten.

GÄSTEBUCH
Foto: Babara Braun / drama-berlin.de

Foto: Babara Braun / drama-berlin.de

Foto: Babara Braun / drama-berlin.de

Foto: Babara Braun / drama-berlin.de

Foto: Babara Braun / drama-berlin.de

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