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Hannelore Elsner
Die 1942 geborene Schauspielerin gab ihr Filmdebüt im Alter von 17 Jahren an der Seite ihres Filmpartners Freddy Quinn. Sie erhielt ihre Schauspielausbildung in München. Hier wurde sie anschließend an die Münchner Kammerspiele.
Weitere Bühnenerfahrung sammelte sie in jener Zeit in Berlin am Theater am Kurfürstendamm und am Hebbel-Theater. In den 1960er und 1970er Jahren stand sie in zahlreichen Unterhaltungsfilmen u.a. mit Heinz Erhardt vor der Kamera. Daneben wurden junge deutsche Autorenfilmer auf Hannelore Elsner aufmerksam und es entstanden Filme wie „Die Reise nach Wien“ (1973) von Edgar Reitz und „Berliner“ (1975) von Alf Brustellin.
 
Zu ihrem Filmengagement kamen Auftritte in Fernsehproduktionen hinzu, die sie u.a. mit Dieter Wedel („Schwarz Rot Gold“, 1982) und Uli Edel („Eine Art von Zorn“, 1984) zusammenführte. In TV-Serien verkörperte sie „Die schöne Marianne“ (1975) und spielte in „Die Krimistunde“, „Der Kommissar“ sowie im „Tatort“.
 
Hannelore Elsners bereits hohe Popularität stieg schlagartig mit ihrer Verkörperung der Titelrolle der TV-Serie „Die Kommissarin“: Als Lea Sommer ermittelte sie von 1994 an zwölf Jahre lang in mehr als 60 Episoden und wurde für ihre Darstellung mit mehreren Preisen, darunter der Telestar als Beste Hauptdarstellerin, ausgezeichnet.
 
1997 erhielt Hannelore Elsner für ihre vielseitigen Tätigkeiten das Bundesverdienst-kreuz. Drei Jahre später feierte sie ein aufsehenerregendes Kino-Comeback mit Oskar Roehlers „Die Unberührbare“. Für diese Rolle erhielt sie 2000 u.a. den Bayerischen Filmpreis, den Deutschen Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin sowie den Preis der deutschen Filmkritik. Ihre schauspielerische Leistung in „Mein letzter Film“ von Oliver Hirschbiegel wurde bereits zwei Jahre darauf mit einem weiteren Deutschen Filmpreis in derselben Kategorie geehrt. 2005 wurde sie erneut nominiert für ihre Rolle in Deni Levys Komödie „Alles auf Zucker“. Ein Ehrenpreis für ihr Lebenswerk wurde der Schauspielerin 2006 anläßlich des Bayerischen Fernsehpreises verliehen.
 
Im Kino war Hannelore Elsner zuletzt in Angelina Maccarones Roadmovie „Vivere“ (2007) zu sehen. Der TV-Vierteiler „Krieg und Frieden, in dem sie die Gräfin Rostowa verkörperte, wurde 2008 erstmals ausgestrahlt.
 
Beim Theaterfestival 2007 in Recklinghausen war sie in der Uraufführung des literarisch-musikalischen Abends "Konntest mich mit einem Blicke lesen" (Regie: Frank Hoffmann) zu sehen, der im Januar 2008 am Renaissance-Theater seine Berliner Premiere feierte.
 
(Stand: Januar 2008)

Aufführungen:
KONNTEST MICH MIT EINEM BLICKE LESEN
© Mathias Bothor

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