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René Kollo
Der gebürtige Berliner fing zunächst als Autodidakt an, Schlagzeug, Kontrabass und Gitarre zu spielen. Er nahm bei Else Bongers Schauspielunterricht. Die Gesangslehrerin Elsa Varena formte den künftigen Heldentenor künstlerisch und technisch.

1965 trat er im Staatstheater Braunschweig sein erstes Engagement an und debütierte in den drei Strawinsky-Einaktern MAVRA, RENARD und OEDIPUS REX. 1967 wechselte er an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf und sang alle Partien des lyrischen Fachs. Er gastierte in München, Frankfurt, Mailand und Lissabon. 1969 sang er in Bayreuth den Steuermann in Wagners DER FLIEGENDE HOLLÄNDER, 1970 folgte Erik in derselben Oper, 1971 LOHENGRIN, 1973 Stolzing in DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG, 1975 PARSIFAL. 1976 übernahm er die Titelpartie im SIEGFRIED in Patrice Chéreaus RING-Inszenierung. 1981 sang er Tristan in TRISTAN UND ISOLDE unter Daniel Barenboim. Seinen ersten Tannhäuser sang er im Grand Théatre in Genf. Im Laufe der Jahre interpretierte er diese Rollen auf allen Bühnen der Welt. 1986 führte er erstmals Regie und brachte im Staatstheater Darmstadt Wagners PARSIFAL auf die Bühne. 1991 folgte in Ulm TIEFLAND von d‘Albert. Besonders enge Bindungen bestehen zur Deutschen Oper Berlin, wo er nach der RING-Aufführung, in der er beide Siegfried-Partien gesungen hat, 1992 in der Neuinszenierung von Götz Friedrich auch den Tannhäuser übernahm.

Er gab den Fritz Jüterbog in der Walter-Kollo-Operette WIE EINST IM MAI im Staatstheater am Gärtnerplatz in München und im Berliner Metropol-Theater. 2010 übernahm er den Aegisth in Strauss` ELEKTRA mit den Münchner Philharmonikern unter Christian Thielemann und sang an der Oper Köln den Don Ygnazio in LOVE AND OTHER DEMONS von Eötvös. Beim Wagner- und Strauss-Abend 2011 sang er im Theater Duisburg in der ARIADNE AUF NAXOS von Strauss.

Er wurde u. a. 1979 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 1994 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie mit dem den Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Er ist Kammersänger der Bayerischen Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin, deren Ehrenmitglied er auch ist. Zu seinen Auszeichnungen gehören auch zwei Grammys aus den Jahren 1973 und 1990. Er erhielt zudem die Hermann-Löns-Medaille. Gelegentlich trat René Kollo in die Fußstapfen seines Komponisten-Großvaters und -Vaters und schuf eigene Tenorlieder wie  "Heimat, Land der Lieder".

(Stand: Juni 2016)

Aufführungen:
QUARTETTO

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