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Eric-Emmanuel Schmitt
Eric-Emmanuel Schmitt gilt als einer der talentiertesten und erfolgreichsten französischen Theaterautoren.
1969 in Ste. Foy Les Lyons geboren studierte Eric-Emmanuel Schmitt zunächst Musik am Konservatorium in Lyon, danach fünf Jahre Philosophie in Paris. Lehraufträge in diesem Fach führten ihn von Besançon über Chambery nach Paris.
Im Alter von 27 Jahren schrieb er sein erstes Theaterstück „La nuit de valognes“, das 1991 an der Comédie des Champs-Élysées uraufgeführt und von der Royal Shakespeare Company nachgespielt wurde.
Für sein Stück „Der Besucher“ erhielt Schmitt den Prix Molière. Nach der Uraufführung 1993 im Petit Théâtre de Paris lief die Inszenierung insgesamt über 650 Mal und machte den Autor auch in Deutschland bekannt.
Auch „Enigma“ wurde an vielen Bühnen in Deutschland gespielt, große Schauspieler verkörperten die Rolle des Abel Znorko, so z. B. Mario Adorf am Renaissance-Theater Berlin (Regie: Volker Schlöndorff, 2004).
Daß es nur eine Frage der Zeit sein würde, wann Schmitt, der in Philosophie zu "Diderot und die Metaphysik" promovierte, sein Stück über diesen Autor vorstellt, war vorauszusehen. 1997 wurde „Der Freigeist“ im Théâtre Montparnasse uraufgeführt, im Herbst desselben Jahres fand die Deutschsprachige Erstaufführung am Schauspielhaus Zürich mit Leslie Malton und Felix von Manteuffel in den Hauptrollen statt.
 
Auch für die Uraufführung seiner Komödie über den Schauspieler Frédérick Lemaître „Frederick“ oder „Boulevard des Verbrechens“ 1998 konnte Schmitt auf einen berühmten Schauspieler zählen: Jean-Paul Belmondo spielte die Titelrolle am Théâtre Marigny.
 
Sein nächstes Stück „Hotel zu zwei Welten“ wurde 1999 ebenfalls am Théâtre Marigny uraufgeführt.
Den Monolog „Oscar und die Dame in Rosa“ spielte keine geringere als Danielle Darrieux (2003, Comédie Élysées, Paris). „Kleine Eheverbrechen“, sein neuestes Theaterstück, erlebte im selben Jahr seine Uraufführung am Théâtre Edouard VII – in den Hauptrollen Charlotte Rampling und Bernard Giraudeau.
 
Schmitt, der außerdem für Film und Fernsehen Drehbücher schrieb, machte sich auch als Romanschriftsteller einen Namen. 1994 erschien „La secte des égoistes“, 2000 der Briefroman „L'évangile selon Pilate“, ein Jahr später „La part de l'autre“ und zuletzt 2002 „Lorsque j'étais une œuvre d'art“.
 
Zur Zeit ist Schmitt mit zwei Werken – „Oscar und die Dame in Rosa“ sowie „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ - in den Bestsellerlisten vertreten. Die Verfilmung des „Monsieur Ibrahim“ mit Omar Sharif in der Titelrolle wurde erstmals bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig gezeigt und kam im Frühjahr 2004 in die deutschen Kinos.
 
(Stand: März 2004)

Aufführungen:
ENIGMA
SCHERBEN

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