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Justus von Dohnányi
Geboren in Lübeck erhielt Justus von Dohnányi seine Schauspielausbildung in Hamburg. Anschließend war er am Schauspielhaus Frankfurt engagiert, wo er u. a. in Inszenierungen von Einar Schleef („Die Mutter“, „Vor Sonnenaufgang“, „Schauspieler“) spielte. Unter der Intendanz von Jürgen Flimm erhielt Justus von Dohnányi anschließend ein Engagement am Thalia Theater in Hamburg und war in „Die Familie Schroffenstein“, „König Lear“ (Regie beide: Jürgen Flimm), „Dantons Tod“, „Im Dickicht der Städte“ (Regie beide: Ruth Berghaus), in Katharina Thalbachs Inszenierung „Mit dem Feuer spielen“ und in Robert Wilsons „Alice“ zu sehen.
Am Schauspielhaus Zürich spielte er in der Deutschsprachigen Erstaufführung von Patrick Marbers „Poker“ (Regie: Nicolai Sykosch). Theater heute schrieb dazu: "Justus von Dohnányi als Debsy schwankt toll zwischen Überschätzung und Unterwerfung der eigenen Person; ein liebenswerter Kindskopf ist er und eine elende Nervensäge im grellen Apfelhemd."
 
Einem breiteren Publikum ist Justus von Dohnányi aus seinen zahlreichen Film- und Fernsehrollen bekannt. Sogar in einer James-Bond-Verfilmung mit Pierce Brosnan („Die Welt ist nicht genug“, Regie: Michael Apted) war er als U-Boot-Kapitän auf der Leinwand zu erleben.
Für seine Rolle des Strafvollzugsbeamten Berus in „Das Experiment“ erhielt er 2001 den Deutschen Filmpreis für die beste Nebenrolle, aufgrund derer er wie auch Mario Adorf zunächst mit der Rolle des Bösewichts identifiziert wurde. Mit dem Regisseur Oliver Hirschbiegel arbeitete Justus von Dohnányi bereits 1998 bei TODFEINDE und später bei „Der Untergang“ zusammen. Außerdem spielte er unter der Regie von Max Färberböck („September“), Constantin Costa Gavras („Amen“), Heinrich Breloer („Geschlossene Gesellschaft“) und Vadim Glowna („Eine Frau wird gejagt“).
Letztes filmisches Projekt war der in Prag gedrehte Kinofilm „Napola“ in der Regie von Dennis Gansel.
Im Fernsehen war Justus von Dohnányi außerdem im „Tatort – Flashback“ zu sehen.
 
Die Rolle des Erik Larsen in Eric-Emmanuel Schmitts „Enigma“ (Regie: Volker Schlöndorff) am Renaissance-Theater ist seine erste auf einer Berliner Bühne.
 
(Stand: März 2004)

Aufführungen:
ENIGMA
Porträt, © Christian Schoppe

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