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Arthur Miller
Arthur Miller wurde 1915 in New York City geboren. Er verbrachte seine Kindheit in Harlem und Brooklyn, absolvierte die High School und arbeitete dann von 1932 bis 1934 als Radiosprecher, Lastwagenfahrer und Verkäufer.
1934 begann er ein Studium der Literatur- und Theaterwissenschaften an der University of Michigan. Der Spanische Bürgerkrieg und der aufkeimende Faschismus gaben den Impuls zu seinen ersten Stücken, für die er von der Universität mit dem Avery Hopwood Award ausgezeichnet wurde. 1938 beendete er sein Studium mit dem Bachelor of Arts und kehrte nach New York zurück, wo er am staatlich subventionierten Federal Theatre Project mitwirkte. Aufgrund des Verdachts, die Mitglieder würden mit der Kommunistischen Partei sympathisieren, wurde das Projekt 1939 gekündigt.
1944 wurde „The man who had all the luck“ am Broadway aufgeführt, ein Jahr später erschien der Roman „Focus“. Den Durchbruch als Bühnenautor brachte „Alle meine Söhne“, das in der Inszenierung von Elia Kazan 1947 am Broadway (Coronet Theatre) Premiere hatte und mit dem New York Drama Critics Circle Award ausgezeichnet wurde. Mit „Tod eines Handlungsreisenden“ – ebenfalls in Kazans Regie 1949 am Morosco Theatre uraufgeführt - erlangte Arthur Miller schließlich Weltruhm und erhielt den Pulitzer-Preis.
1951 schrieb Miller das Drehbuch für die Columbia Pictures Produktion „The hook“. Als er sich – vor dem Hintergrund des Korea-Krieges - weigerte, die kriminellen Arbeiterführer als Kommunisten darzustellen, wird der Stoff nicht verfilmt.
Das 1953 entstandene historische Schauspiel „Hexenjagd“ zählt vor allem in Europa zu den meistgespielten Stücken Millers.
1956 wurde der Autor im Zuge der Kommunistenjagd von Senator McCarthy vor das "Komitee gegen unamerikanische Umtriebe" geladen. Er verweigerte die Aussage und wurde daraufhin zu einem Monat Haft und einer Geldstrafe verurteilt. Im selben Jahr heiratete er Marylin Monroe. Die Ehe wurde 1960 geschieden.
Nach achtjähriger Pause kehrte Miller 1964 mit „Nach dem Sündenfall“ auf die Bühne zurück. Im darauffolgenden Jahr wurde er zum Präsidenten des Internationalen PEN gewählt.
 
„Scherben“ erlebte seine Uraufführung 1994 am Booth Theatre in New York. 1998 entstand „Mr Peters' Verbindungen“, die Lebensbilanz eines Air-Force-Piloten des Zweiten Weltkrieges, mit Peter Falk in der Titelrolle uraufgeführt.
Am Renaissance-Theater Berlin stand es in der Spielzeit 2003/2004 auf dem Spielplan (Regie: Elke Lang).
 
1983 ging Miller nach Peking, um dort mit chinesischen Schauspielern „Tod eines Handlungsreisenden“ zu inszenieren.
 
Arthur Miller starb am 10. Februar 2005 in Roxbury, Connecticut.

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