ARCHIV | STÜCKE | PORTRÄTS
Désirée Nick
1956 in Berlin geboren absolvierte Désirée Nick schon in jungen Jahren eine Ausbildung als klassische Ballettänzerin an der Berliner Tanzakademie, die mit einem Engagement an der Deutschen Oper Berlin endete (1975 bis 1982). Da sie mit einer Größe von 180 cm für eine klassische Tänzerin zu groß war, beendete sie ihre Bühnenlaufbahn zunächst und erwarb an der Theologisch-Pädagogischen Akademie Berlin den Abschluß als Lehrbeauftragte für katholische Religionspädagogik bis zur Oberstufe. Sie wurde katholische Religionslehrerin, mußte nach drei Jahren jedoch auch diesen Beruf aufgeben - diesmal lag es daran, dass sie Unterrichtsmethoden etablierte, die damals als zu progressiv galten, heute aber üblich sind. 
 
Désirée Nick ging nach London und absolvierte am Actor’s Institute eine Schauspiel-ausbildung. Auf deutschen Bühnen überzeugt sie seit 20 Jahren in klassischen und ernsten Rollen ebenso wie im komödiantischen Fach. Die Bandbreite reicht von Arthur Schnitzlers "Reigen", Heinrich von Kleists "Der zerbrochene Krug" und Georg Büchners "Dantons Tod" bis zu Curt Goetz’ "Hokus Pokus", "Othello darf nicht platzen" von Ken Ludwig und "Am Ziel" von Thomas Bernhard sowie diversen Lustspielen an der Komödie und dem Theater am Kurfürstendamm. Sie spielte in Inszenierungen der jungen Generation erfolgreicher Regisseure wie Bernd Mottl ("Nichts schöneres" von Oliver Bukowski, Renaissance-Theater Berlin), Adriana Altaras ("Damen der Gesellschaft" von Clare Boothe Luce, Maxim Gorki Theater) oder René Pollesch an der Volksbühne Berlin. Auch arbeitete sie mit renommierten Filmemachern wie z. B. Rosa von Praunheim ("Neurosia", 1995), Max Färberböck ("Aimée und Jaguar", 1998) oder Jochen Kuhn ("Fisimatenten", 1999) zusammen.
 
Ihre von der Theaterkritik hervorragend besprochene schauspielerische Leistung und der Preis der Internationalen Filmkritik auf dem Filmfestival Locarno 1997 für ihre Hauptrolle in "Neurosia" (Regie: Rosa von Praunheim) werden weniger wahrgenommen als die Soloprogramme in Berlin, mit denen sie sich als „La Nick“ seit 1993 in Szene setzt. Sie gewann die Krone als Dschungelkönigin in dem RTL-Quotenhit "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" und ist in unzähligen TV-Formaten auf allen Sendern dauerhaft präsent. Die Frankfurter Allgemeine Zeitungtitulierte sie zur „Dschungelqueen mit Weltformat“, der Spiegel zur „Revolutionärin des Showbusiness“. 
 
Erfolgreich ficht sie nicht nur mit dem gesprochenen, sondern auch mit dem geschriebenen Wort: Mit ihren Büchern "Gibt es ein Leben nach Vierzig?", "Was unsere Mütter uns verschwiegen haben" oder "Eva go home!" führte Désirée Nick die Bestsellerlisten an. Man darf Désirée Nick ohne Zweifel eine der vielseitigsten Künstlerinnen Deutschlands nennen.

Am Renaissance-Theater feierte sie am 28. Juni 2008 als Florence Foster Jenkins in der Deutschsprachigen Erstaufführung von Stephen Temperleys "Souvenir - Eine Phantasie über das Leben der Florence Foster Jenkins" Premiere.

(Stand: Juni 2008)

Aufführungen:
SOUVENIR - Eine Phantasie über das Leben der Florence Foster Jenkins
NICHTS SCHÖNERES
SOUVENIR - Eine Phantasie über das Leben der Florence Foster Jenkins -Gastspiel des RT-
Porträt, © Manfred Baumann

zurück
Kartentelefon : +49-30-312 42 02 | CMS by STAPIS GmbH