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Gerhard Friedrich
Gerhard Friedrich wurde in Freiburg (Breisgau) geboren und absolvierte eine Schauspielausbildung an der Otto-Falkenberg-Schule München.
                                              
„Großen Einfluß auf meine berufliche Entwicklung haben vor allem drei Erfahrungen gehabt: die Begegnungen mit dem Schauspieler Fritz Kortner, dem Regisseur Bertolt Brecht und mit der Arbeit im Ensemble des Deutschen Theaters Berlin (1956-1961). Die neue, dialektische Sicht auf die Klassiker in den Inszenierungen von Wolfgang Langhoff und Wolfgang Hein eröffneten mir eine neue Welt.
Aus jüngerer Zeit stammt dagegen eine negative, schlimme Erfahrung: die, daß man ein wichtiges Theater, das Schiller-Theater, einfach schließt.“
 
Weitere wichtige Stationen Gerhard Friedrichs waren die Engagements in den Ensembles der Münchner Kammerspiele, des Deutschen Schauspielhauses und des Thalia Theaters Hamburg. Von wesentlicher Bedeutung war für ihn vor allem die Zusammenarbeit mit Boy Gobert, mit dem er 1980 aus Hamburg ans Schiller-Theater nach Berlin kam.
Friedrich hat mit vielen internationalen Gesangsolisten musikalisch-literarische Abende gestaltet. Außerdem hat er an der Berliner Philharmonie unter Herbert von Karajan in „Tosca“ mitgewirkt, und am selben Haus unter Kurt Masur in Griegs „Peer Gynt“.
Am Renaissance-Theater spielte Gerhard Friedrich in den Jahren 1986 bis 1995 viele große Rollen wie den Prinz von Wales in Sartres „Kean“; den Newton in Dürrenmatts „Die Physiker“; den Salieri in Schaffers „Amadeus“; den Arthur Kirk in „Der Prozeß der Claudia D.“ und mehrere Rollen in Gurneys „Später im Leben“.
Mit Hans Hollmann arbeitete er u. a. 1972 in Basel (Heiner Müllers „Macbeth“) und 1981 am Schiller-Theater (Roussels „Sonnenstaub“). In dessen Inszenierung von Wildes „Bunbury“ am Renaissance-Theater spielte er die Miss (!) Prism.
 
(Stand: Januar 1998)

Aufführungen:
BUNBURY oder WIE WICHTIG ES IST, ERNST ZU SEIN
(c) Privat

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