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Fanny Ardant
In Europa und darüber hinaus macht die französische Schauspielerin Fanny Ardant in den letzten Jahren besonders durch den Film „8 Frauen" von Francois Ozon im Jahr 2002 von sich Reden. Der Film wird zum Publikumserfolg mit mehr als 1,3 Mio. Zuschauern allein in Deutschland. Die Riege der acht großen französischen Schauspielerinnen (u. a. Isabelle Huppert, Cathérine Deneuve, Fanny Ardant, Emanuelle Béart) wird bei der Berlinale 2002 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Fanny Ardants Karriere beginnt im Vergleich zu jener anderer Schauspieler verhältnismäßig spät. Der französische Regisseur Francois Truffaut entdeckt 1979 das außergewöhnliche Talent der damals 30Jährigen in der TV-Serie "Les Dames de la Cote". Zusammen drehen sie bis zu Truffauts Tod (1984) die Filme "Die Frau von nebenan" (1981) and "Auf Liebe und Tod" (1983).

Diese Filme ebnen Fanny Ardant den Weg zur Zusammenarbeit mit namhaften Regisseuren wie Alain Resnais, Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta, Ettore Scola oder Franco Zeffirelli. Filme wie "Eine Liebe von Swann" (1983), "Auch Männer mögen's heiß" (1995, Auszeichnung mit dem César als Beste Schauspielerin), "8 Frauen" (2002), "Callas Forever" (2002), "Nathalie" (2004) und Gastrollen in Produktionen wie "Sabrina" (1995) und "Elisabeth" (1998) lassen sie auch international zu einem angesehenen Star avancieren.

Trotz ihrer Erfolge als Filmschauspielerin kehrt sie immer wieder zu ihren Wurzeln ins Theater zurück. So steht sie beispielsweise mit Gérard Depardieu im Jahr 2004 in Paris in dem Stück "Das Tier im Dschungel" von Henry James, 2002 in "Sarah" von John Murell und 1995-1996 als Maria Callas in "Masterclass" von Terence McNally unter der Regie von Roman Polanski auf der Bühne.

Mit der Lesung „La maladie de la mort“ von Marguerite Duras war Fanny Ardant im Juni/Juli 2006 im Theatre de la Madeleine in Paris zu erleben. Im September 2006 trat sie mit ihr am Renaissance-Theater Berlin auf.

(Stand: September 2006)

Aufführungen:
LA MALADIE DE LA MORT
© André Rau

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