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Luigi Pirandello
Pirandello wurde als Sohn eines Schwefelgrubenbesitzers in Agrigent (Sizilien) geboren. Bereits 1879 schrieb er eine kleine Tragödie, die im Familienkreis aufgeführt wurde. In Palermo legte er 1886 sein Abitur ab und begann in Rom ein Jura- und Literaturstudium, das er später in Bonn fortsetzte. Hier übertrug er Goethes Römische Elegien ins Italienische und schrieb eine Dissertation in deutscher Sprache über den Dialekt seiner Heimat.

Seit 1892 lebte er als freier Schriftsteller in Rom, er veröffentlichte zunächst vor allem Gedichte, Romane und Essays. 1916 hatte er in Rom erste Theatererfolge mit seinen im sizilianischen Dialekt geschriebenen Komödien, die eine groteske Darstellung des in Konventionen erstarrten sizilianischen Bürgertums liefern. Seine Komödie „Heiraten - aber nicht im Ernst“ wurde bereits 1920 verfilmt. Das Drama „Sechs Personen suchen einen Autor“ fiel 1921 bei der Uraufführung zunächst durch, hatte dann aber großen Erfolg in Mailand und begründete Pirandellos internationalen Ruhm.

1924 trat Pirandello unmittelbar nach der Ermordung des Sozialistenführers Matteotti in die faschistische Partei ein. Ein Jahr später übernahm er die künstlerische Leitung des Teatro d’Arte in Rom, das nach Pirandellos Vorstellungen zur Keimzelle eines neuen italienischen Volks- und Nationaltheaters werden sollte, aber bereits 1928 wieder eingestellt wurde.

Von 1930 bis 1932 hielt er sich in Paris auf, seine Werke wurden zu diesem Zeitpunkt in ganz Europa, Südamerika und den USA aufgeführt. Im Jahre 1934 wurde er Präsident des Volta-Weltkongresses für Theater in Rom.

1934 erhielt Pirandello den Nobelpreis für Literatur.

Pirandello starb am 10. Dezember 1936 in Rom an den Folgen einer Lungenentzündung.
 

Dramen:
Il piacere dell'onestà 1917 (Die Wollust der Anständigkeit)
Ciascuno a suo modo 1924 (Jeder nach seiner Art)
Cosi è - se vi pare 1918 (So ist es – wenn es ihnen so scheint)
Come prima, meglio di prima 1920 (Besser als früher)
Sei personaggi in cerca d'autore 1921 (Sechs Personen suchen einen Autor)
Enrico IV 1922 (Heinrich IV. Trauerspiel)
 
Romane:
Il fu Mattia Pascal 1904 ( Mattia Pascal)
Uno, nessuno e centomila 1926 ( Einer, Keiner, Hunderttausend)
I quaderni di Serafino Gubbio 1932 ( "Kurbeln !")
 
Novellen:
Novelle per un anno 1932-37 (Meisternovellen)
Angst vor dem Glück 1954
Wenn man das Spiel verstanden hat 1962



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