ARCHIV | STÜCKE | PORTRÄTS
Alan Ayckbourn
Alan Ayckbourn wird am 12. April 1939 im Londoner Stadtteil Hampstead geboren und
wächst in Sussex auf. Nach der Schulzeit erhält er erste Engagements als Darsteller/
Inspizient/ Assistent in Theatern der englischen Provinz mit wöchentlich wechselndem
Programm. Dort lernt er das technische Einmaleins des Theaters: Bühnenbild, Requisite, Ton, Beleuchtung etc.
1958 wird Ayckbourn an der Arenabühne von Stephen Joseph in Scarborough engagiert. Neben der Tätigkeit als Schauspieler beginnt er, Stücke für das Theater zu schreiben. Mit "Halbe Wahrheiten" (1965) gelingt ihm sein erstes Erfolgsstück, das 1967 auch in London und am Thalia Theater Hamburg gezeigt wird. Nach dem Tod von Stephen Joseph wird Ayckbourn 1969 künstlerischer Leiter des Theaters in Scarborough und ist dies bis zum heutigen Tag.

Als Autor hat er in den folgenden Jahren rapide wachsenden Erfolg. Seine Stücke werden in der Regel nach der Uraufführung in Scarborough im Londonder West End produziert, gefolgt von Produktionen in aller Welt. In den siebziger Jahren hat der regieführende Autor Ayckbourn sein Theater so etabliert, daß Publikum und Presse aus London zu den Aufführungen nach Scarborough anreisen. Analog dazu beginnen in Deutschland namhafte Regisseure, den Autor für sich zu entdecken. Auch der französische Filmregisseur Alain Resnais ist regelmäßiger Besucher in Scarborough. 1983 sieht Resnais dort Ayckbourns Inszenierung von "Intimate Exchanges", eine Serie von acht Stücken mit 16 Schlußvariationen, und begeistert sich dafür, diesen Stückemarathon für das Kino zu verfilmen. Obwohl Ayckbourn eigentlich Verfilmungen seiner Stücke ablehnt, stimmt er dem Plan zu. Der Film wird unter dem Titel "Smoking / No Smoking" 1994 auf der Berlinale gezeigt und gewinnt eine Reihe von Auszeichnungen. 2006 verfilmt Resnais Ayckbourns Stück "Heimliche Ängste" (Private fears in public places); der Film wird im selben Jahr im Wettbewerb der Filmfestspiele in Venedig präsentiert.
Seit Mitte der 1990er Jahre schreibt Ayckbourn auch Stücke für Kinder und Jugendliche, seine so genannten „Familienstücke“.
Das dramatische Werk von Ayckbourn ist inzwischen auf über 70 Stücke angewachsen,
die in 33 Sprachen der Welt übersetzt wurden, darunter auch Esperanto. Sie haben zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewonnen, und Ayckbourn wurde 1997 – in Anerkennung seiner Verdienste um das Theater – von der englischen Königin zum Sir ernannt.
Offizielle Website: www.alanayckbourn.net

(Stand: Dezember 2008)

Aufführungen:
FROHE FESTE (Absurd Person Singular)
THINGS WE DO FOR LOVE
THINGS WE DO FOR LOVE -Gastspiel des RT-
SCHÖNE BESCHERUNGEN
© Verlag

zurück
Kartentelefon : +49-30-312 42 02 | CMS by STAPIS GmbH