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Else Lasker-Schüler
Am 11. Februar 1869 wird Else Schüler in Elberfeld geboren. Sie ändert später ihr Geburtsjahr in 1876 um. 1882 stirbt ihr jüngster Bruder Paul. 1894 Heirat mit Dr. Berthold Lasker. Übersiedlung nach Berlin. Sie arbeitet als Zeichnerin und studiert Malerei. 1899 Geburt ihres Sohnes Paul, der Vater soll Alkibiades von Rouan sein, schreibt sie später an Karl Kraus. 1902 Begegnung mit Peter Hille. Ihr erster Gedichtband „Styx“ erscheint im Verlag von Axel Juncker. 1903 Scheidung von B. Lasker. Sie heiratet Georg Levin, den sie umbenennt in Herwarth Walden; Walden ist Herausgeber der expressionistischen Zeitschrift „Der Sturm“. Darin veröffentlicht sie die „Briefe nach Norwegen“, die 1912 unter dem Titel „Mein Herz – ein Liebesroman mit Bildern und wirklich lebenden Menschen“ erscheinen. 1909 erscheint das Schauspiel „Die Wupper“. 1912 Begegnung mit Gottfried Benn. Trennung von Herwarth Walden. Wechselnde Adressen, bis sie eine Bleibe findet im Hotel Sachsenhof, Motzstraße. 1913 Begegnung mit Franz Marc, dem sie ihren Briefroman „Der Malik“ widmet. Karl Kraus, Herausgeber der „Fackel“ in Wien, veröffentlicht Gedichte von Else Lasker-Schüler in seiner Zeitschrift. Er hält sie für die "stärkste und unwegsamste lyrische Erscheinung des modernen Deutschland". Trotz ihres literarischen Erfolges ist sie von Verlassenheit und Geldsorgen gequält, sie lebt mit ihrem Sohn Paul allein. Ihr Wunsch ist es, in Cabarets aufzutreten. Sie arbeitet an einer „Arabischen Szene“. Sie wird eingeladen, Vorträge zu halten. Im 1. Weltkrieg sterben drei ihrer engsten Freunde: Georg Trakl (1914), Franz Marc (1915) und Peter Baum (1916). Weitere Veröffentlichungen: „Gesichte“, ein Essayband, „Hebräische Balladen“, „Meine Wunder“ u. a. 1919 findet die Uraufführung der „Wupper“ am Deutschen Theater Berlin statt. 1920 erscheint bei Paul Cassirer in Berlin die zehnbändige Ausgabe ihrer Werke; bei Kurt Wolff in München erscheinen „Gesammelte Gedichte“. 1924 Reise nach Zürich und Venedig. 1925 erscheint die Abrechnung mit ihren Verlegern „Ich räume auf“ im Selbstverlag. Ihr Sohn Paul ist schwer an Tuberkulose erkrankt. 1927 inszeniert Jürgen Fehling am Staatstheater in Berlin „Die Wupper“. Im Dezember stirbt Paul. 1932 erscheinen die Erzählung und das Schauspiel „Arthur Aronymus und sein Vater“. Sie erhält den Kleistpreis. 1933 Emigration in die Schweiz. Erste Reise nach Palästina über Alexandria. 1936 Uraufführung von „Arthur Aronymus“ am Züricher Schauspielhaus. 1937 zweite Reise nach Palästina. „Das Hebräerland“ erscheint im Oprecht Verlag Zürich. 1938 steht Else Lasker-Schüler auf der Liste der aus dem Deutschen Reich Ausgebürgerten. 1939 dritte Reise nach Palästina. Der Kriegsausbruch macht die Rückkehr in die Schweiz unmöglich. Sie lebt in Jerusalem im Hotel und gründet eine literarische Vereinigung „Der Kraal“. Arbeit am Gedichtband „Mein blaues Klavier“ und an der theatralischen Tragödie „Ich und ich“. Am 16. Januar 1945 stirbt Else Lasker-Schüler in Jerusalem.

Aufführungen:
DIE REISE NACH JERUSALEM


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