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Friedrich Schoenfelder
Friedrich Schoenfelder wurde 1916 als Sohn eines Architekten in Sorau geboren und wuchs in Frankfurt/ Oder, Wickersdorf und Berlin auf. Seiner Gymnasialzeit folgte der Besuch der Schauspielschule des Preußischen Staatstheaters Berlin, an dem er von 1936 bis 1939 auch sein erstes Engagement bekam. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft war er von 1946 bis 1950 Mitglied des Württembergischen Staatstheaters Stuttgart. Von 1951 bis 1958 stand er an den Städtischen Bühnen Frankfurt/Main unter Vertrag; seit 1958 ist er vorwiegend an Berliner Bühnen tätig.

In Berlin gastierte u. a. am Theater des Westens, am Hebbel-Theater und am Theater am Kurfürstendamm. Weitere Bühnenstationen stellten das Fritz-Remond-Theater im Zoo Frankfurt/ Main, die Bad Hersfelder Festspiele und das Theater an der Bergstraße dar. Auch spielte er am Hechttheater Zürich, bei den Burgfestspielen Jagsthausen, am Theater in der Briennerstraße, an der Kleine Komödie in München sowie an der  Komödie Frankfurt und an den Kammerspielen Düsseldorf. Darüber hinaus unternahm er zahlreiche Tourneen.

Seit 1948 drehte Friedrich Schoenfelder diverse Filme; für das Fernsehen steht er seit 1956 vor der Kamera. Doch auch ohne unmittelbare Bildpräsenz ist der Schauspieler in zahlreichen Klassikern der Filmgeschichte präsent: Er wurde zur deutschen Stimme berühmter Hollywood-Mimen, darunter John Gielgud, Alec Guinness, Rex Harrison, James Mason, David Niven, Vincent Price, Max von Sydow und Christopher Lee.
Anläßlich seines 80. Geburtstages erschienen Friedrich Schoenfelders Lebenserinnerungen unter dem Titel ICH WAR DOCH IMMER ICH.

Am Renaissance-Theater Berlin spielte er 1978 in "Kurschatten" von Ika Schafheitlin (Regie: Klaus Wirbitzky), mit Heidemarie Hatheyer 1981 in "Italienische Hochzeit" von Eduardo de Filippo (Regie: Horst Balzer), 1993 in "Geld" von Herbert Asmodi (Regie: Herbert Kreppel) und 2007 in der deutschsprachigen Erstaufführung von Michael Frayns "Verdammt lange her" (Donkeys’ Years) in der Rolle des Birkett (Regie: Torsten Fischer). Zuletzt war er 2008 in unserem Hause in der deutschsprachigen Erstaufführung von David Mamets "November" (Regie: Torsten Fischer) zu sehen.

Freidrich Schoenfelder verstarb am 14. August 2011 in Berlin.

Aufführungen:
NOVEMBER
VERDAMMT LANGE HER (Donkeys' Years) -Gastspiel des RT-
FRIEDRICH SCHOENFELDER: BEGEGNUNGEN UND ABSCHIEDE
Porträt, © Kuehle

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