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Isolde Siebert
Die Koloratursopranistin erhielt ihre Gesangsausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg bei Prof. Albrecht Meyerolbersleben und schloß ihr Studium mit Auszeichnungen ab. Nach einem Engagement im Ensemble des Stadttheaters Basel 1982 bis 1985 wechselte sie an das Staatstheater Darmstadt; dort sang sie Partien vom deutschen Soubretenfach bis hin zu lyrischen Koloraturpartien wie jene der Zerbinetta in Strauss’ "Ariadne auf Naxos". Es folgten weitere Gesangsstudien bei Prof. Elisabeth Ksoll in Maastricht/ Niederlande und Aachen. 1986 wurde Isolde Siebert zu den renommierten Bregenzer Festspielen eingeladen und erlebte mit ihrem Debüt als Königin der Nacht in Mozarts "Die Zauberflöte" ihren internationalen Durchbruch; seitdem zählen Opern und Konzerte in ganz Europa und Südamerika zu ihren ständigen Projekten.

Bis 1990 stand sie am Staatstheater Hannover als lyrischer Koloratursopran unter Vertrag und sang u. a. die Konstanze in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", die Gilda in Verdis "Rigoletto", die Sophie in Strauss’ "Der Rosenkavalier", die Helena in Reimanns "Troades" und die Rosina in Rossinis "Il Barbiere di Siviglia". 1990 entschloß sich Isolde Siebert, freiberuflich tätig zu werden; weitere Gesangsstudien bei Torsten Föllinger und Margreet Honig führten sie nach Stockholm und Amsterdam.

Seit 1990 widmet sich die Künstlerin verstärkt der zeitgenössischen Musik. Sie wird zu Uraufführungen u. a. bei den Donaueschinger Musiktagen, der Musik-Biennale in Berlin und zu Wien modern eingeladen. Ihre Mitwirkung bei Ur- und Erstauffüh-rungen umfaßt
zahlreiche Projekte, darunter "Totentanz" von Dieter Schnebel bei der Berliner Biennale (1995), "Requiem" von B. A. Zimmermann in der New Yorker Carnegie Hall (1999) und "Bählamms Fest" von Olga Neuwirth bei den Wiener Festwochen (1999). Weitere Engagements führten die Sopranistin u. a. zum Schleswig Holstein Musikfestival, an die Deutsche Oper Berlin, zu den Salzburger Festspielen und an die Mailänder Scala.

Im Bereich der barocken und klassischen Aufführungspraxis arbeitete sie ferner mit den Dirigenten Christopher Hogwood, Frieder Bernius, Philippe Herreweghe und Sigiswald Kuijken zusammen; zahlreiche Produktionen im Bereich Rundfunk, Fernsehen und Tonträger dokumentieren ihre künstlerische Arbeit.

Seit Beginn des Semesters 2008/2009 ist Isolde Siebert Dozentin für Gesang an der Hochschule für Musik in Basel/ Schweiz.

(Stand: Dezember 2008)

Aufführungen:
GESPRÄCHSKONZERT ÜBER ALBAN BERGS LYRISCHE SUITE
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