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Cusch Jung

Cusch Jung spielte bereits als Zwölfjähriger in seiner Heimatstadt Kaiserslautern den Gustav mit der Hupe in „Emil und die Detektive“. Danach lernte er den Beruf von der Pike auf: Schauspiel, Gesang und Tanz. 1981 spielte er seine erste Hauptrolle in der europäischen Uraufführung von „Anything goes“.
1984 engagierte ihn Helmut Baumann in das Solistenensemble des Theater des Westens, wo er sogleich als Judas in „Jesus Christ Superstar“ brillierte. In den folgenden Jahren avancierte er zum Publikumsliebling der traditionsreichen Musicalbühne. Cusch Jung spielte unter anderem den Jean-Michel in „La cage aux folles“ und gab, neben Helen Schneider und Hildegard Knef, den Cliff in „Cabaret“. Im „Weißen Rössel" spielte er der Sigismund, in „Gypsy“ den Herbie, und in „Piraten“ war er als Piratenkönig zu sehen. Ein Abstecher als Tony in der „West Side Story“ führte ihn nach Kassel, Dortmund, Bonn und an das Metropol-Theater Berlin. Weitere wichtige Rollen waren Che Guevara in „Evita“, der Vernon in „Sie spielen unser Lied“, und der Klaus in „Geteilte Freude“ im Theater am Kurfürstendamm. 1999 stand Cusch Jung dann als Staranwalt Billy Flynn in der Erfolgsproduktion „Chicago“ wieder auf den Bühnen des Theaters des Westens, des Deutschen Theaters München und des Theaters in Basel. 2002 bis 2004 kreiert er im Musical „Mamma mia“ den Harry und 2005/06 den Rochefort in Drei Musketiere“. Am Renaissance-Theater spielte Cusch Jung in der Deutschsprachigen Erstaufführung von Michael Frayns "Verdammt lange her (Donkeys' Years)", die im Dezember 2006 Premiere feierte.

Seit einigen Jahren führt Cusch Jung auch Regie. 1996 feierte er sein Debut mit der Jubiläumsrevue „Alles nur Theater“ am Theater des Westens. 1999 inszenierte er an der Tribüne die deutsche Erstaufführung der von ihm ins Deutsche übersetzten Komödie von Neil Simon, „Ein Mädchen wie das Sternenbanner“ (Neuinszenierung für die Komödie im Bayerischen Hof 2002). Im Jahr 2000 sind neben der Inszenierung von „Ein Gauner kommt selten allein“ weitere Regieprojekte entstanden: In Dessau für die Kurt-Weill-Festspiele die Revue „Meine Herren heute sehen sie mich...“, und an der Tribüne Berlin inszenierte er 2000 eine Produktion, in deren Mittelpunkt eine Berliner Legende steht: „Claire Waldoff - Ihr Leben“. Zuletzt hatte Cusch Jung großen Erfolg mit seinen St. Gallener Inszenierungen von „My Fair Lady“, wo er auch als Higgins gefeiert wurde, wie mit „Anatevka“ und in Rostock, wo er wieder in Zusammenarbeit mit Claudio Bueno „On the town“ auf die Bühne brachte.
 
(Stand: Januar 2008)


Aufführungen:
VERDAMMT LANGE HER (Donkeys' Years)
VERDAMMT LANGE HER (Donkeys' Years) -Gastspiel des RT-
Porträt

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