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Angela Schmid
Angela Schmid trat ihr erstes Engagement in Krefeld an und wurde aber noch während der Spielzeit 1959/60 von Gustaf Gründgens an das Schauspielhaus in Hamburg verpflichtet. Dort spielte sie u. a. die Lesbia in Friedrich Hebbels „Gyges und sein Ring“ und das Gustchen in J. M. R. Lenz/Bertolt Brechts „Der Hofmeister“. 1963 wechselte sie an das Staatstheater Kassel, 1964 zum Schauspielhaus Köln. Hier war sie als Viola in William Shakespeares „Was ihr wollt“ und Gretchen in Johann Wolfgang von Goethes „Faust“ sowie in der Titelrolle von August Strindbergs „Fräulein Julie“ zu sehen. 1965 erhielt sie den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. 1968 kehrte sie an das Hamburger Schauspielhaus zurück, wo sie bis 1979/80 an weiteren insgesamt 37 Produktionen mitwirkte. Sie spielte u. a. die Amalia in Friedrich Schillers „Die Räuber“ (Regie: Egon Monk), die Luise in „Kabale und Liebe“ (Regie: Hans Peter Kaufmann), die Marie in Georg Büchners „Woyzeck“ (Regie: Niels-Peter Rudolph) und trat unter der Regie von Claus Peymann in Uraufführungen von Stücken Thomas Bernhards auf, darunter „Ein Fest für Boris“ (1970) und „Der Ignorant und der Wahnsinnige“ (1972). In der Uraufführung von Bernhards „Über allen Gipfeln ist Ruh“ (Ludwigsburger Schloßfestspiele/Schauspielhaus Bochum, 1982) war sie als Fräulein Werdenfels zu sehen. 1986 ging sie an das Schauspielhaus Bochum, wo sie mehrmals unter der Regie von Andrea Breth auf der Bühne stand. 1992 folgte sie Andrea Breth an die Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. Gastspiele führten Angela Schmid zu den Salzburger Festspielen und an verschiedene andere Theater. Bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen sah man sie 1997 als Frau Alving in Henrik Ibsens „Gespenster“ (Regie Hansgünther Heyme) und 2007 als Fräulein Schneider in dem John Ebb/ Fred Kander Musical „Cabaret“ (Regie Ulrich Waller). 2003 stand sie als Mary Tyrone in Eugene O'Neills „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg auf der Bühne. Am Renaissance-Theater Berlin war sie zuletzt 2010 in Shakespeares „Was ihr wollt“ unter der Regie von Armin Holz zu sehen.

Aufführungen:
WAS IHR WOLLT
EINES LANGEN TAGES REISE IN DIE NACHT
© Sebastian Steffens

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