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Dagmar von Thomas
Ihr Debüt gab Dagmar von Thomas, ausgebildet am Max Reinhardt-Seminar in Wien, 1958 in Linz an der Donau als Eboli in Schillers „Don Carlos“. Es folgten Engagements in Baden-Baden, am Staatstheater Kassel und den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel, bis sie 1965 von Boleslaw Barlog an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin engagiert und 1970 mit dem Ehrentitel Staatsschauspielerin für hervorragende Leistungen ausgezeichnet wurde. Bis zum bitteren Ende im Jahre 1993, gehörte sie unter den Intendanzen von Hans Lietzau, Boy Gobert, Heribert Sasse sowie unter dem letzten Leitungsquartett des Schiller Theaters - Kirchner/ Lang/ Sturm/ Clauß - zum Kern dieses einzigartigen Ensembles. 1993 spielte sie im Theater des Westens unter Helmut Baumanns Regie in der „Ufa-Revue“, 1994 ging sie für 90 Vorstellungen in der Rolle von Racines „Phädra“ auf Tournee und spielte in der umjubelten „Ringelnatz-Revue“ in der Tribüne. 1995 war sie in der Rolle der Königin Margarethe in Shakespeares „Richard III.“ auf der Bühne des Schlosspark Theaters zu sehen. In der Spielzeit 1999/ 2000 spielte sie am Renaissance-Theater Berlin an der Seite von Judy Winter und Jörg Holm in Fred Berndts Inszenierung von David Hares „Amys Welt“. 2003 feierte sie die Presse als Coco Chanel in Pierre Badans Inszenierung und Stück „Chanel No. Sex“, das im Kleinen Theater am Südwestkorso für Furore sorgte. Dagmar von Thomas gelang es hier, die Grand Dame der französischen Modewelt für die Bühne wieder lebendig werden zu lassen. Einen weiteren Erfolg feierte sie im Bremer Musicaltheater am Richtweg in Helmut Baumanns Inszenierung von Alan Jay Lerners und Frederick Loewes Musicalhit „My Fair Lady“ in der Rolle der Mrs. Higgins, die sie in dieser Produktion über 150 Mal spielte. Im September 2007 feierte sie im Renaissance-Theater an der Seite von Thomas Schendel mit dem Christian Morgenstern-Abend „Der Nachtschelm und das Siebenschwein“ Premiere. In zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, Hörspielen und Hörbüchern wirkte Dagmar von Thomas mit. Genannt seien hier „Das Spinnennetz“ (Regie: Bernhard Wicki), der zweiteilige ZDF-Fernsehfilm „Anastasia“ (Regie: R. A. Stemmle) und die achtteilige „Lord Peter“-Hörbuchserie von Dorothy L. Sayers, die 2002 herauskam.

(Stand: September 2007)

Aufführungen:
DER NACHTSCHELM UND DAS SIEBENSCHWEIN
Porträt, © Foto: Privat

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