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Elisabeth Trissenaar
Elisabeth Trissenaar studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Ihr erstes Engagement führte sie an das Stadttheater Bern. „Der Seidene Schuh“ von Paul Claudel wurde an den Bühnen Krefeld-Mönchengladbach zur ersten großen, gemeinsamen Arbeit mit Hans Neuenfels, auf die in den folgenden 42 Jahren über 60 gemeinsam erarbeitete Theateraufführungen und Filme folgten. Weitere Engagements führten Elisabeth Trissenaar nach Heidelberg, Bochum, Stuttgart und Frankfurt. In den Jahren am Schauspiel Frankfurt spielte sie u. a. Nora, Hedda Gabler und die Medea des Euripides. Sie gastierte am Wiener Burgtheater, am Schauspielhaus Zürich und spielte in Jürgen Flimms Eröffnungsinszenierung am Schauspiel Köln die Kunigunde in Heinrich von Kleists “Das Käthchen von Heilbronn“. 1974 kam es zur entscheidenden Begegnung zwischen Elisabeth Trissenaar und Rainer Werner Fassbinder: 1976 besetzte er sie mit der weiblichen Hauptrolle in seinem Film „Bolwieser“, es folgten „Die Ehe der Maria Braun“, „In einem Jahr mit dreizehn Monden“ und „Berlin Alexanderplatz“. Anschließend ging Elisabeth Trissenaar an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, wo sie unter der Intendanz von Boy Gobert arbeitete. Bei den Salzburger Festspielen war sie mehrere Sommer lang die Buhlschaft im „Jedermann“ neben Klaus Maria Brandauer in der Titelrolle. Es folgten Filmarbeiten mit Doris Dörrie, Roland Suso Richter, Frank Beyer und Rainer Kaufmann. Elisabeth Trissenaar arbeitete mehrere Spielzeiten am Deutschen Theater in Berlin und spielte u. a. den Monolog „Jackie“, den Elfriede Jelinek für sie geschrieben hatte. Zuletzt drehte sie mit Joseph Vilsmaier „Brandner Kaspar“ und mit Alexander Adolph „So glücklich war ich noch nie“. Elisabeth Trissenaar ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste und Mitglied der Deutschen Filmakademie. Sie erhielt 1982 den Deutschen Kritikerpreis und 1995 die Kainz – Medaille für ihre Darstellung der Medea in „Das Goldene Vlies“.

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