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Koproduktion
EIN MOND FÜR DIE BELADENEN

Deutsch von Marianne Wentzel

Bereits sein Kino-Debüt 1998 als Karl Koch in Hans-Christian Schmids spektakulärem Hacker-Film „23“ bescherte August Diehl den Deutschen Filmpreis in Gold als Bester Darsteller. 1999 kürte ihn Theater Heute zum Nachwuchsschauspieler des Jahres. 2004 spielte er in Volker Schlöndorffs Der neunte Tag, 2008 erhielt Der Fälscher, in dem er als Adolf Burger brillierte, den Oscar als Bester fremdsprachiger Film. In Heinrich Breloers Die Buddenbrooks spielte er den Christian Buddenbrook und gerade ist er in Quentin Tarrantinos Inglorious Basterds auf allen Kinoleinwänden der Welt zu Hause. Aber auch dem Theater ist August Diehl nie untreu geworden. In Inszenierungen von Peter Zadek, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy und Martin Kusej stand er u.a. neben Bruno Ganz, Gert Voss, Ulrich Mühe und Susanne Lothar auf der Bühne. In der Rolle des James Tyrone ist er in Ein Mond für die Beladenen zum ersten Mal im Renaissance-Theater Berlin zu sehen.

In den beiden weiteren Hauptrollen, als Josie und Phil Hogan, spielen Julia Malik und Hans Diehl. Mit dem Ringelnatz-Abend im Bruckner-Foyer eroberte Hans Diehl die Herzen des Publikums am Renaissance-Theater Berlin. Julia Malik gastierte in der letzten Spielzeit in Patrick Marbers Hautnah zum ersten Mal an unserem Theater. 

Connecticut am Ende der Welt. In zweisamer Zwietracht leben Josie und ihr Vater Phil als Pächter auf einer ertragslosen Farm. Das Leben machte sie hart und rauh, wie das Land, das sie bewirtschaften. Der Dritte im Bunde ist ihr Nachbar und Verpächter James Tyrone. Ein ehemaliger Broadwayschauspieler und Trinker, den die Gespenster seiner Vergangenheit nicht loslassen. Josie und Tyrone, beide voller Sehnsucht nach Liebe, fühlen sich zueinander hingezogen. In einer magischen Nacht führt der Autor Eugene O'Neill die beiden ungleich Einsamen unter dem fahlen Licht des Septembermondes an die Schwelle zum Glück. Eine der ungewöhnlichsten Liebesszenen der Weltliteratur.

Die „Helden“, die Eugene O’Neills Stücke bevölkern, sind oft Menschen am Rande der Gesellschaft, Menschen, die die andere, die dunklere Seite der amerikanischen Seele verkörpern. Diese beschwört er in wuchtigen und doch gebrochenen Figuren. Ein Mond für die Beladenen zählt zu seinen zärtlichsten und zugleich humorvollsten Stücken. Ein bewegendes Werk um Whisky, Liebe, Zorn und Leidenschaft. 

Eugene O'Neill, der große Dramatiker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wurde 1936, als bis heute einziger amerikanischer Dramatiker, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Eine Koproduktion des Théâtre National du Luxembourg und der Ruhrfestspiele Recklinghausen in Zusammenarbeit mit dem Renaissance-Theater Berlin.

    

„Wunderbar!“
(Dirk Krampitz, B.Z., 24. Oktober 2009)

„August Diehl spielt mit starkem, nuancenreichem Einsatz den hochsensiblen kaputten Alkoholiker, der ein großer Junge geblieben ist.“
(Peter Hans Göpfert, Berliner Morgenpost, 24. Oktober 2009)

„August Diehl…gelingt…ein Leuchten aus den Tiefen seelischer Not“
(Lorenz Tomerius, Märkische Oderzeitung, 24./25. Oktober 2009)

„August Diehl…ist…zauberhaft im Kleinen und (Um-)Brüchigen, im Bübischen, Verführerischen, Sehnsüchtigen.“
(Lena Schneider, Berliner Zeitung, 24./25. Oktober 2009)

„August Diehl…strahlt…innere Kraft aus, er vermag die Stimme so zu senken, dass man ganz genau zuhört, er kann seine Hände sprechen lassen, wenn er sie in den Jacketttaschen vergräbt, und auch, wenn sie wieder herausgleiten.“
(Frederik Hanssen, Der Tagesspiegel, 24. Oktober 2009)

mit
August Diehl, Hans Diehl, Marc Limpach, Marco Lorenzini, Julia Malik
Regie Frank Hoffmann
Bühne Karl Kneidl
Kostüme Jasna Bosnjak, Karl Kneidl

Spieldauer ca. 2 Stunden 30 Minuten inkl. Pause

GÄSTEBUCH
© Birgit Hupfeld

© Birgit Hupfeld

© Birgit Hupfeld

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