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Deutschsprachige Erstaufführung,Koproduktion
ROCK'N'ROLL

von Tom Stoppard

Deutsch von Helmar Harald Fischer / Bernd Samland

Sehnsucht nach Veränderung, Ausdruck eines rebellischen Lebensgefühls, auch Sex & Drugs: dafür steht der Rock’n’Roll. Wir schreiben das Jahr 1968. Die Welt ist in Aufruhr, begleitet vom Sound der Rolling Stones, von Pink Floyd, Syd Barrett oder Bob Dylan. Jan, ein junger Exil-Tscheche und begeisterter Rock-Fan, ist nach Cambridge gekommen, um bei dem unerschütterlich auf die kommunistische Weltrevolution schwörenden Professor Max Morrow Philosophie zu studieren. Während in der Tschechoslowakei, niedergewalzt durch die sowjetischen Panzer, der „Prager Frühling“ zu Ende geht, kehrt Jan in seine Heimatstadt Prag zurück, arglos seiner Rock 'n' Roll-Leidenschaft hingegeben und mittlerweile auch Fan der tschechischen Band „Plastic People of  the Universe“. Hineingerissen in den Strudel der Ereignisse, wird  Jan schnell gezwungen, Stellung zu beziehen. Das Tauziehen um Rock 'n' Roll als Lebensform, wegen seines anarchistischen und die Freiheit des Individuums proklamierenden Charakters, dem Prager Regime ein ganz besonderer Dorn im Auge, bildet von nun an den roten Faden der Handlung.

Das Auftrittsverbot der “Plastic People of the Universe“, 1976, Václav Havels Protestaktion und die Gründung der „Charta 77“, zerstören endgültig Jans private kleine Welt, seine Rock 'n' Roll-Nische. Seine Wohnung wird vom Geheimdienst durchsucht, seine geliebte Plattensammlung zerschlagen, er selber kommt für Monate in Haft. Derweil philosophiert sein alter Lehrer Max in Cambridge weiter über die verpaßten Chancen der Oktoberrevolution ...

„Rock’n’Roll“ ist die elektrisierende Verschmelzung von Romantik und Revolution. Eine faszinierende Palette der Leidenschaften, intellektuell und sinnlich zugleich, deren Farben erst 1990, dem Jahr der „Samtenen Revolution“, der der Fall des Eisernen Vorhangs folgte, zu einem versöhnlichen Bild verschmelzen.

30 Jahre nach der Formulierung des tschechischen Widerstandes in der „Charta 77“ hat Tom Stoppard das Stück dem unermüdlichen Kämpfer für Menschenrechte und Freiheit, Václav Havel, gewidmet.

„Rock’n’Roll“ ist einer der größten Theatererfolge der Londoner Theatersaison 2006. Das Stück wurde als ‚Best Play’ mit dem Evening Standard Award 2006 sowie als ‚Best New Play’ mit dem Critics’ Circle Theatre Award 2007 ausgezeichnet.

mit
Deborah Weigert, Elisabeth Baulitz, Christoph Hemrich, Katja Sieder, Nikolaus Gröbe, Christina Athenstädt, Friedrich Mücke, Bruno Winzen, Joana Schümer, Markus Gertken, Jürgen Heinrich
Regie Antoine Uitdehaag
Bühne Tom Schenk
Kostüme Ann Poppel

Spieldauer ca. 2 Stunden 45 Minuten inkl. Pause

Kritik Bislang veröffentlichten wir an dieser Stelle Kritiken über die Aufführung. Leider wird dieser Service von Seiten der Zeitungsverlage nicht mehr stillschweigend geduldet. Daher können wir Ihnen erst nach eindeutiger Klärung, in welcher Weise die Vergütung bei der Wiedergabe von Rezensionen zu erfolgen hat, diese Information wieder anbieten.

GÄSTEBUCH
© Iko Freese/ drama-berlin.de

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