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Gastspiel
DUELL IN SANSSOUCI

Anläßlich des 300. Geburtstages von Friedrich II.

von Dieter Hildebrandt

Genussvoller Streit zweier Philosophen 
„Duell in Sanssouci“ am Hoftheater Dresden – Weißig

Es gab eine Zeit, da wussten die Menschen Briefpapier und Feder noch vorzüglich zu gebrauchen. Glück für die Nachwelt, der sich jetzt dank dieser anregenden Briefwechsel zwischen Persönlichkeiten unterschiedlichster Art so mancher instruktive Blick auf sie eröffnet. Beispielsweise auf Friedrich II. und Voltaire. Der preußische König und der französische Dichter, Vordenker der französischen Revolution, führten im 18. Jahrhundert über Jahrzehnte einen angeregten Briefwechsel. Er begann, als der Kronprinz Friedrich noch von einem Leben als Philosoph träumte.

Eine aufschlussreiche Korrespondenz zwischen zwei klugen Menschen, die am Ende ihres Lebens eine Art Hassliebe verband. Ein kurzweiliger Disput über Fragen des Zusammenlebens, Herrschergebaren, Alltagsgeschehen. Wovon sich die Zuschauer am Sonntag aufs Wunderbarste überzeugen konnten, als im Hoftheater Dresden-Weißig „Duell in Sanssouci – Friedrich II. und Voltaire“ seine Premiere feierte. Schon durch die Auswahl der Texte und Briefe durch Dieter Hildebrandt – nicht zu verwechseln mit dem Kabarettisten – ward eine Vorlage für einen sehr anregenden, ja vergnüglichen Abend geschaffen. Die beiden Akteure des Abends – Distel-Chef Peter Ensikat als Voltaire und Thomas Stecher als Friedrich II. – verstanden dann gut, diese umzusetzen. Nicht durch große Aktionen, sondern durch kleine feine Gesten und Blicke (Regie: Helfried Schöbel). Viel Raum für vergnügliches Zuhören. Wobei Peter Ensikat durch manchen Unterton die erst feine, dann immer bissigere Ironie eines Voltaire gekonnt ins Spiel brachte...

Mag nun mancher glauben, Dispute großer Herren sei nicht die rechte Kost für ihn. „Duell in Sanssouci“ beweist gerade, dass auch jene Großen recht menschliche Seiten haben können und nicht frei von Fehlern sind. Auch diese Erkenntnis vermittelt die Inszenierung. Monika Dänhardt (Sächsische Zeitung)


Rolf Hoppe, der international renommierte Schauspieler, gründete 1995 den Kultur- und Kunstverein Schönfelder Hochland nahe Dresden. Kernpunkt des Kunst- und Kulturprojektes ist ein Kammertheater in einer alten Scheune mit ca. 150 Plätzen. Im Sommer 2002 begann „Hoppes Hoftheater“ seinen regelmäßigen Spielbetrieb und ist seit 2009 regelmäßig im Renaissance-Theater Berlin zu Gast.

Bei unseren Veranstaltungen im Bruckner-Foyer können Sie Ihre Plätze frei wählen:
Rechtzeitiges Erscheinen sicher Ihnen die besten Plätze.
Das Getränkebuffet ist vor der Vorstellung und in der Pause geöffnet.

Preise: 18 € / ermäßigt 10 €


mit
Peter Ensikat
Regie Helfried Schöbel

GÄSTEBUCH
Foto: Hoftheater Dresden

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